Typische Verhaltensauffälligkeiten
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Verhaltensauffälligkeiten, die teilweise auch den  Verhaltensstörungen zugeordnet werden, können z.B. sein:
- Unsauberkeit, Harnmarkieren, Kotmarkieren
- Angst, Schreckhaftigkeit, extreme Scheu, Rückzug
- Aggressionen, Angriffe und Zerstörungswut
- Plötzliche Unverträglichkeit
- Overgrooming, psychogene Alopezie
(Zwangsputzen,   Selbstverletzen), Stereotypien, Wollefressen (Pica)
- Nächtliche Unruhe, lautes Schreien, Nervosität

Wichtig ist, dass zunächst eine mögliche körperliche Ursache vom Tierarzt ausgeschlossen wird. Jede Verhaltensauffälligkeit kann rein organisch bedingt sein und z.B. durch Schmerzen entstehen. Bei Unsauberkeit ist z.B. eine Laboranalyse des Harns/Kots unerlässlich. Der erste Ansprechpartner muss daher immer der Tierarzt sein. Ohne aktuell vorliegende tierärztliche Diagnose beginne ich keine Behandlung. Nur wenn der Mediziner keine körperlichen Ursachen feststellt (chronische Erkrankungen unter tierärztlicher Kontrolle sind idR kein Hindernis), biete ich Ihnen kompetente Hilfe, die Auslöser der Störung zu erkennen und darauf aufbauend das Fehlverhalten wieder zu beseitigen. Dabei ist Ihre Mitarbeit gefragt. Von heute auf morgen lassen sich Verhaltensprobleme nur selten lösen. Vielmehr muss oft umgedacht und konsequent mit dem Tier gearbeitet werden. Dafür können Sie sich jedoch auf eine stressfreie Mensch-Katze-Beziehung freuen, die meist schnell wieder hergestellt ist. Die Trennung von einem verhaltensauffälligen Tier ist in den seltensten Fällen nötig. Zögern Sie nicht zu lange mit einer Behandlung Ihrer Katze. Bürgern sich Verhaltensprobleme erst einmal ein, werden sie bei vielen Tieren zur Dauermarotte, die trotz Wegfall der Auslöser beibehalten wird und dann immer schwerer in den Griff zu bekommen ist.

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