Wozu braucht eine Katze einen Tierpsychologen?
Nicht die Katze braucht ihn, sondern der Mensch. Zeigt eine gesunde Katze Verhaltensauffälligkeiten, so ist dies ein
Hilferuf. Sie reagiert mit ihrem arttypischen Verhalten auf etwas, das ihr Angst oder Stress bereitet.
Der Tierpsychologe fungiert als eine Art Dolmetscher, der erkennt und aufzeigt, was die Katze mit ihrem Verhalten sagen
will und was Ihrerseits dagegen zu tun ist. Die Erfahrung
eines Experten kann zur schnellen Analyse und erfolgreichen Behandlung führen, sofern Sie zur Mithilfe bereit sind.
Übrigens, ein "Ich weiß auch nicht, was sie hat" werden Sie von mir bestimmt nicht hören.
Bedeutet die Konsultation, ich bin ein schlechter Katzenhalter?
Im Gegenteil. Wenn Sie für ein Problem professionellen Rat suchen, spricht das nur für
Ihr Verantwortungsbewusstsein. Der Therapeut weiß genau, dass der
Mensch menschlich und die Katze kätzisch handelt und böse Absichten im Umgang miteinander
keineswegs üblich sind. Sie sollten ganz offen mit dem Tierpsychologen sprechen - es gibt
keinen Grund, sich deswegen unwohl zu fühlen.
Was macht einen guten Tierpsychologen aus?
Abgesehen von der Chemie, die stimmen muss, sollte ein kompetenter Ansprechpartner nicht nur ein Studium in Tierpsychologie* abgeschlossen,
sondern auch langjährige Erfahrung im Umgang mit Tieren haben. Idealerweise ist er nur auf wenige Fachbereiche spezialisiert und hat gute humanpsychologische
Kenntnisse, damit er auch menschliche Verhaltensmuster zu erkennen und deuten weiß. *Hierzulande gibt es kein solches eigenständiges Hochschulstudium, es handelt sich bei Nichtmedizinern daher
meist um die Ausbildung an Privatschulen. Dort bei Abschluss verliehene Diplome/Titel sind
z.Zt. unzulässig und dürfen nicht öffentlich geführt werden, stellen aber dennoch den einzigen Wissensnachweis dar. Vorsicht:
Qualität und Leistungsniveau der Lehrinstitute können ganz beträchtlich variieren.
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